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Schneiden |
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Stanzen |
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Noch mal schneiden |
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An der Papier-Guillotine |
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Der 2-D-Drucker. Fotos: Timo Berger |
Stell dir vor es ist Sonntag früher Abend, der Sommer liegt in
den letzten Zügen und du sitzt im Berliner Zimmer einer Friedenauer
Wohnung. An der Wand steht eine Papier-Guillotine, um den Couchtisch
herum sitzen die Mitglieder eines kleinen unabhängigen Verlags. Es
ist „Drucktag“ wie einer von ihnen sagt und dann anfügt:
„Eigentlich haben wir schon gedruckt und alle bringen nur die
zuhause bedruckten Bögen mit“ „Es müsste Schneide-, Falz,
Klebe-, Binde-, Stanz- und Stempeltag heißen“ sagt eine andere.
Und in der Tat ist das, was an diesem Abend in dieser Stube passiert.
Konzentrierte, über die schmalen Bändchen geneigte Häupter, ruhige
Hände und doch geschieht alles mit einer beneidenswerten
Beiläufigkeit. Du stellst Fragen, wie druckt ihr? In welchen
Auflagen? Was sind die einzelnen Produktionsschritte? Wie kommt ihr
zu euren Autoren? Seit wann macht ihr das ganze? Wie kamt ihr auf die
Idee? Und bekommst umgehend Antwort. Und ehe du dich versiehst, schiebt dir einer einen schwarzen Band über den Tisch: „Das ist der Andruck vom
neuen Luis Chaves, schau mal ob alles stimmt!“ Und ein anderer
lässt ein letztes Mal das Messer der Guillotine fallen, blickt in
die Runde und verkündet: „Drucktag beendet!
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Noch ein paar fertige Bücher ... |
hochroth versteht sich laut Selbstaussagen als Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Der Verlag will alternative Arten des Publizierens ausprobieren und
weitere Verlagsinitiativen anregen. hochroth setzt trotz e-book und online-publishing auf das Buch als haptischen Genuss.
Inzwischen ist ein europaweites Netzwerk mit Dependancen in Budapest, Paris und Riga entstanden.
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... wollte nur sagen, daß ich das, was durch hochroth gemacht wird, außerordentlich gut finde. rrm
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